"De Struisvogel", Amsterdam: Gezwitscherter Strauß

Restaurant-Empfehlungsseiten gibt es reichlich. So viele, dass man meinen könnte, der Internet-affine Mensch an sich, tut kaum etwas anderes als essen. Oder reisen, natürlich - denn Reiseseiten gibt es noch mehr als Restaurant-Seiten. Vielleicht aber brauchen wir letztere bald gar nicht mehr. Zumindest, wenn auf anderen, digitalen Wegen so gute Tips kommen, wie ich es jüngst via Twitter erlebte. 

Denn auf dem Weg zur Zukunftskonferenz Picnic in Amsterdam, twitterte ich ein wenig während der Zugfahrt herum. Und ohne, dass ich um Ideen für Verlustierungen außerhalb des Kongressortes Westergasfabriek gebeten hatte, schrieb mir die Weltregierung:
“Sollte noch Zeit für Abendgestaltung bleiben: http://tinyurl.com/3qt2nm …an der KeizersG. #LuvTha´dam”

Das fiel mir denn am Nachmittag des zweiten Picnic-Tages ein. Am ersten Abend hatten wir uns vergewissert, dass auch weiterhin das Steakhaus “Castel” unbedingt empfehlenswert ist. Also nochmal Steak? Ich erinnerte mich des Weltregierungstipps - und so machen wir uns auf gen Keizersgracht zu “De Struisvogel”.

Ein paar Treppen hinab geht es dort ins Souterrain - Kopf ducken ist dringend empfohlen.

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Posted on Donnerstag, Oktober 2, 2008 by Registered CommenterThomas Knüwer in , | Comments2 Comments | PrintPrint

"Adagio", San Francisco: schlicht und gut

In diesen Tagen, da die Börsen so schwer durchgeschüttelt werden, entwickelt mancher eine bodennahe Scheiß-egal-Haltung: Weg mit den Aktien, her mit dem Urlaub. Und es lässt es sich ja herrlich profitieren von der schwächelnden US-Wirtschaft - der Dollar-Kurs macht Nordamerika zum bevorzugten Reiseziel.

Kein Wunder: Selbst hübscheste Hotels sind nun für Appel-Ei-Preise zu bekommen. Das erlebte ich kürzlich in San Francisco - kaum zu glauben, was da mit einem Mal erschwinglich wurde. Im Schrank meines Zimmers im “Hotel Adagio”, zum Beispiel, wurde 390 Dollar als Normalpreis ausgelobt - bezahlt aber hatte ich über Hotels.com magere 110.

Wobei ich ja ein wenig skeptisch war. Denn die Kette, zu der das “Adagio” gehört, nennt sich Joie de Vivre. Und solch malerische Hotelkettennamen erinnern mich an “Extended Stay Hotels”, jenes Unternehmen, in dessen Ablegern ich nach Betrachten des Werbevideos definitiv keinen extended stay wünsche.

Die Sorge war unbegründet: Das “Adagio” ist ein angenehm schlichtes Haus, das gehobenen Ansprüchen absolut genügt. Es residiert in einem hübschen, 15 Stockwerke hohen Haus in jenem maurisch anmutenden Stil, der häufig in San Francisco anzutreffen ist. Bis zum Union Square mit seinen Kaufhäusern sind es zwei Minuten zu Fuß. Die Lobby ist freundlich und hell, mich hat sie irgendwie an ein Wüstenhotel erinnert, ein Hauch altes Las Vegas (zumindest so, wie ich mir das alte Vegas vorstelle) liegt in der Luft.

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Posted on Dienstag, September 30, 2008 by Registered CommenterThomas Knüwer in , | Comments1 Comment | PrintPrint

Weinrallye 15: Bodenständige Ferien

Der Weinfreund an sich, vor allem der bloggende Weinfreund, scheint kein Anhänger der Fernreise zu sein. Oder er mag einfach keine Tropfen aus dem, was gemeinhin “neue Anbaugebiete” genannt wird. Jedenfalls waren die Beiträge für die Weinrallye 15 doch sehr europazentriert.

Nochmal kurz zur Erklärung: Im Rahmen der Rallye schreiben alle teilnehmenden Blogs am gleichen Tag über das gleiche Weinthema. Und eines gibt den Gastgeber, in diesem Fall wir, und schreibt eine Zusammenfassung, in diesem Fall das Folgende. Wenn es wirklich gute Gastgeber sind, tun sie das schnell. Wir räuspern uns jetzt mal und entschuldigen uns für die Verzögerung.

Machen wir uns also auf eine kleine Gedankenreise durch die alte Weinwelt und schauen, besser: lesen, was andere so getrunken haben…

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Posted on Montag, September 22, 2008 by Registered CommenterGotorio in | Comments6 Comments | References1 Reference | PrintPrint

"French Laundry": We will attend!

Unser nächster Urlaub wird  kulinarisch gesehen sicher einer der Höhepunkte unseres Lebens. Wir haben nämlich einen Tisch reserviert bei Thomas Keller in einem seiner beiden 3-Sterne Restaruants, der “French Laundry”. 

Keller befindet sich in der gleichen Sternengalaxie wie Ferran Adrià und wird als einer der, wenn nicht  als der beste Koch der Welt gefeiert. “Er ist ein Zauberer”, sagt beispielsweise der New Yorker Koch und Schriftsteller (übrigens sehr lesenswerter Bücher) Anthony Bourdain: “Man kann ihn nicht im Ernst als “besser” oder “am besten” oder gar “perfekt” bezeichnen. “Er steht einfach außer Konkurrenz.” 

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Posted on Samstag, September 20, 2008 by Registered CommenterNicola Schulte in , , , | Comments8 Comments | PrintPrint

Weinrallye 15: Walking wine and wasting time

Es ist schon spät am Nachmittag, an diesem herrlich warmen Tag, als ich endlich vor seiner Wohnung stehe und klingel: „Ich bin’s“.

Die Tür wird geöffnet. Er steht schon im Türrahmen, drückt mich, hält mir ein Glas Weißwein hin und fragt – überflüssiger Weise: „Vino?“. Ich lächele: „Vino, vino, vino!“

Dazu muss man sagen, dass wir Wein nur ‚grob’ bewerten (können): lecker, nicht lecker, ein Muss oder in den Abfluss?!
Er wohnt wirklich mitten in der Stadt, so zentral, zentraler geht es kaum. Ich liebe es hier, es ist immer eine kurze Auszeit.
Der Wein ist wunderbar und die Woche ist vorbei. Sachen ins Schlafzimmer, ab aufs Sofa. Weißwein so schön kalt … Er schlägt vor noch an den Weiher zu gehen. Kenne ich nicht, aber wenn er das sagt, wird das schon stimmen. Aber wohin mit dem Wein? Ihn mitnehmen? Bier ist in solchen Situationen soviel praktischer, aber heute kommen wir um Wein einfach nicht herum. Welcher? Woher? Sagen wir mal so: Er war süßlich, aber nicht süß und hatte so einen milden, aber intensiven Geschmack. — Ganz toll!

‚Mich kennt hier keiner’, denke ich mir, sag es aber nicht. Und so kommen wir zu dem Ergebnis: Wenn in der ganzen Stadt Leute mit ihren Beck’s Bottlen und diesem Bier, dessen Namen ich nicht ausprechen kann, herumlaufen dürfen, dann spricht auch nichts dagegen, mit Weingläsern die City zu durchqueren.

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Posted on Donnerstag, September 18, 2008 by Registered CommenterGastautor in , , | Comments3 Comments | PrintPrint
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